Dienstag , 12 Dezember 2017
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Abgelehntes Upright – MRT


Seit 35 Jahren quälen mich unerträgliche Schmerzen aufgrund eines Lumbalsyndroms mit Spondylolisthesis – ein Wirbel im Lendenbereich wurde durch einen lange zurückliegenden Unfall zur Körpervorderseite verschoben; die Bandscheiben sind stark deformiert bzw. nicht mehr vorhanden und der Wirbelkanal ist eingeengt. Was damals nicht operabel war, ist heute machbar – allerdings nicht ohne Risiko. Für die Operation ist laut meinem Chirurgen entscheidend, zu sehen, inwieweit der Wirbel noch beweglich ist und ob eine oder beide Bandscheiben ersetzt bzw. versteift werden müssen. Hierzu wurde ein sogenanntes Upright-MRT erstellt, weil das liegende MRT diese Information nicht bietet. Die einzige Praxis in der Nähe (150 km !) mit einem solchen Gerät ist eine Privatpraxis. Und hier kommt der Clou: Die Zahlung des MRTs, das mir eventuell den Rollstuhl ersparen wird, wurde von der Techniker Krankenkasse abgelehnt, nicht, weil der Wert der Diagnostik angezweifelt wurde, auch das Gerät ist als abrechnungsfähig zugelassen, sondern (!) weil die Privatpraxis keine Kassenzulassung hat / das Gerät nicht bei der KV angemeldet ist. Hier geht es meiner Meinung nach schon lange nicht mehr um den Patienten, sondern um formaljuristischen Unsinn und Einsparmaßnahmen. Eine schlecht verlaufende Operation käme zudem die Kasse wesentlich teurer. Ökonomen ans Gesundheitswesen zu lassen, ist, wie in anderen Bereichen auch, eine grandiose Fehlentscheidung, da immer nur kleine, aktuelle Teilaspekte aus der Sicht der Kosten beleuchtet werden, nie das große Ganze oder der eigentliche Zweck der mit meinen eigenen Steuergeldern finanzierten Organisation „Krankenkasse“.

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