Dienstag , 12 Dezember 2017
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Eine Frage, drei unterschiedliche Aussagen

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Die BKK Bahn scheint nun auch Ärzte in ihrer Hotline zu beschäftigen – heißt es doch landläufig “2 Ärzte, 3 Meinungen”:

Ein Patient wünscht anstatt des Rabatt-Influenza-Impfstoffs (zur Erklärung: Jedes Jahr suchen sich die Krankenkassen den Hersteller, der ihnen das billigste Angebot macht und nur dieser Impfstof darf dann auf Kassenkosten für gesetzlich Versicherte genommen werden) einen anderen, der statt gegen 3 gegen 4 Virusstämme hilft. Er ruft bei der Hotline der BKK Bahn an. Aussage der Mitarbeiterin “ist gar kein Problem, der Arzt soll einfach den nehmen und ganz normal abrechnen”. Nachdem uns Ärzten ganz klar schriftlich mitgeteilt wurde, dass wir, wenn wir einen anderen als den Rabattimpfstoff nehmen, dies zu 100% in Regress gestellt bekommen werden, verweigere ich dies. Der Patient ruf wieder bei der Hotline der BKK Banh an. Der Mitarbeiter diesmal meint klar “nein, das geht natürlich nicht und wenn, wie üblich, der Patient den Impfstoff auf Privatrezept erhält und dann einreicht, wird das sicherlich von ihnen abgelehnt”. Am Abend ruft die Ehefrau des Patienten, selbst Arzthelferin, nochmal dort an und erhält vom dritten Sachbearbeiter an diesem Tag die Aussage “kein Problem, sie soll sich den gewünschten Impfstoff auf Privatrezept holen und dann einreichen, dies würde als Satzungsleistung akzeptiert und übernommen”. Die Bitte, nachdem 3 abweichende Aussagen, dies schriftlich zu bestätigen, lehnt der Mitarbeiter ab, “da hätten sie ja viel zu tun, wenn sie jede Aussage schriftlich bestätigen würden…”. Jetzt hat aber die Familie klar verstanden, was das Ziel dieser Politik ist – ist schon dumm, dass die Patienten heute auch zu denken beginnen…

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