Dienstag , 12 Dezember 2017
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Lieber Unterzucker riskieren als Blutzucker messen…

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Eine 88-jährige, alleinstehende, Diabetikerin hat eine rheumatologische Erkrankung bekommen, die mit höheren Dosen Kortison behandelt werden muss. Unter diesen Kortisondosen ist der Blutzucker erstmalig nicht mehr ohne Insulin einstellbar, weshalb es nun Insulin gibt, solange es das Kortison braucht.
Die Kortisondosis wird nun alle paar Wochen langsam reduziert; hierunter muss die Insulindosis angepasst werden, damit die alte Damen nicht unterzuckert (alleine daheim bewusstlos wird, ggf. stirbt).
Die Techniker-Krankenkasse verweigert unter Hinweis auf “die Richtlinien”, dass sie maximal 3 Messungen pro Tag zahlt, das dann aber gerne mehrere Wochen. Medizinisch notwendig ist jedoch ein “Tagesprofil”, sprich je 1 Messung vor und 1 Stunde nach den 3 Hauptmahlzeiten – dafür aber auch nur je 2 Tage lang nach Änderung der Kortisondosis.
Auch mit besonderer medizinischer Begründung ist die TK nicht dazu zu bringen, diese 2 Tage Blutzuckermessungen zu zahlen. Ohne droht eine Unterzuckerung, die einen Notarzteinsatz (800€) und ggf. stationären Aufenthalt (einige Tage) nötig macht. Diese Kosten zu übernehmen sei dann kein Problem.
Genau so wenig, wie Homöopathika, Osteopathie und andere Leistungen zu zahlen, für die es bis heute keinen wissenschaftlich anerkannten Wirknachweis gibt – dafür aber gut situierte zahlende junge (billige) Kunden…

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