Dienstag , 12 Dezember 2017
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Potenzielle Lücke in der Krankmeldung

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Fallbericht eines 55 jährigen Patienten, der in meiner Behandlung ist.

Der Patient stellte sich am 23.07.2013 erstmalig in meiner Praxis vor, mit stark gereizter und gedrückter Stimmung, Freudlosigkeit, Grübelneigung und erheblichen Konzentrationsproblemen.
Der Patient befand sich auch vorher bereits in psychiatrischer Behandlung.

Ich habe den Patienten daher auch vom 23.07.2013 bis einschließlich dem 03.09.2013 krankgeschrieben.

Am 04.09.2013 stellte sich der Patient auch erneut in meiner Praxis vor und ich verlängerte den Auszahlschein mit dem Datum vom 04.09.2013. Es entstand quasi eine potenzielle Lücke von einem Tag, woraufhin die Krankenkasse den Versicherungsschutz des Patienten umgehend beendete, da er derzeit keine Arbeit hat.

Am 05.09.2013 suchte der Patient meine Praxis völlig verzweifelt auf, mit dem Schreiben das er von der Krankenkasse erhalten hatte, in dem auf diese eine „Lücke“ von einem Tag verwiesen wurde.

Bei Nachfrage an die Krankenkasse, erklärten diese, dass der Patient darüber aufgeklärt worden sei, dass keine Lücke in der Krankschreibung entstehen darf.
Auch der Hinweis, dass eigentlich gar keine Lücke vorhanden sei, da der Patient durch eine Krankmeldung bis einschließlich 03.09.2013 krankgeschrieben wurde und erneut am 04.09.2013 die weitere Arbeitsunfähigkeit durch einen Auszahlschein bescheinigt wurden, erbrachten keine Veränderung bezüglich der Haltung der Krankenkasse.

Mit freundlichen Grüßen

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