Dienstag , 12 Dezember 2017
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Schuhversorgung bei diabetischem Fuß

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Ein Patient mit Resektion des 4. und 5. Strahls (Zehe und Mittelfußknochen) hatte seit ca. 3 Jahren ein Fußgeschwür im Bereich der Fußsohle. Es wurden verschiedenste moderne Wundtherapeutika eingesetzt, zusätzlich hatte der Patient einen orthopädischen Maßschuh sowie auch einen Verbandsschuh erhalten, um eine ausreichende Druckentlastung der Wunde zu gewährleisten.

Schließlich musste eine Vorfußampuation erfolgen, da es zu einer fortschreitenden Wundinfektion mit Sehnenbeteiligung kam.

Bereits im Krankenhaus wurde a. 1 Woche vor Entlassung ein Rollstuhl vom medizinischen Dienst beantragt, um eine Mobilisation des Patienten zu ermöglichen. Die Genehmigung des Rollstuhls erfolgte erst zwei Wochen ach stationärer Entlassung, so dass der Patient an die häusliche Umgebung gebunden war und auch Hausbesuche zur Wundinspektion und zu Verbandswechseln erfolgen mussten – dies wäre mit Rollstuhl nicht notwendig gewesen.

Weiterhin wurde nach Abheilen der Wunde auf Grund der veränderten Statik des Fußes eine neue Schuhversorgung benötigt und frühzeitig beantragt (dieses wurde auch so begründet). Nach 14 Tagen erfolgte die Ablehnung der Krankenkasse, weil der Patient eine zwei Jahre alte Schuhversorgung habe und ihm deshalb keine neue Versorgung zu stehe.

Es war ein weiteres Gutachten notwendig, um die Schuhversorgung auf Grund der veränderten Statik des Fußes zu erhalten.

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