Samstag , 17 November 2018
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Von Pontius zu Pilatus

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Ich bin Rentnerin, habe 26 Jahre lang Fehldiagnosen (Reizdarm, Chron. Müdigkeit usw.) ertragen, vor 12 Jahren erstmals zutreffende Diagnosen: mehrere Infektionskrankheiten gleichzeitig, verursacht durch Bakterien und Parasiten. Das muss laut anerkannt medizinisch-wissenschaftlicher Fachliteratur fortlaufend weiter mit speziellen und zum Teil teuren Antibiotika regelmäßig voraussichtlich lebenslang therapiert werden! Bestätigten Oberärzte in Krankenhäusern nach meinen beiden Herzinfarkten, die darin ihre seltene Ursache haben.
Vor 4 Jahren wurden die meisten Diagnosen mit ärztl Gutachten des MDK bestätigt! Vor 2 Jahren habe ich erfahren, dass die Antibiotika dagegen erstattet werden müssen, auch auf ärztl. Privatrezept verordnet, gemäß § 13 SGB V unaufschiebbarer Notfall.

Ich habe entsprechend Anträge bei der Krankenkasse gestellt, diese wurden zunächst abgewiesen. Es wurde von einer Pharmakologin der AOK verlangt, ich könne im April ein Medikament eingenommen haben, welches erst im September in Deutschland zugelassen wurde. Also ein halbes Jahr später erst im Handel erhältlich war, bei vitaler Indikation, also aus lebensrettenden Gründen.
Ich widersprach, der Fall landete vor den Sozialgerichten durch zwei Instanzen, diese verwiesen mich zurück an die Krankenkasse, ich solle außergerichtlich nochmals alles kopieren und beantragen. Das habe ich so erfüllt. Obwohl die Krankenkasse vor Gericht längst zugab mit Urteil des Bundessozialgerichts meine Ansprüche nicht abweisen zu können. Und obwohl die Juristen der Krankenkassen “meinem” Rechtsanwalt und mir gegenüber in außergerichtlichen Verhandlungen erkannten, dass ich von meiner Rente knapp Miete usw. bezahlen kann, aber nicht noch durchschnittlich 250 € monatlich für lebensrettend Antibiotika, werde ich weiter von einer Abteilung zur anderen in der Krankenkasse geschickt. Jede Abt. will nun ein eigenes MDK-Gutachten: Fahrkosten, Zuzahlungen, Arzneimittelversorgung, Abt. Recht sowieso.

Zu jedem Bescheid der Krankenkasse einzeln muss ich einzeln schriftlich widersprechen, mahnen, Kopien von ärztl. Befunden beilegen. Die Abt. Zuzahlungen ist drei Schreiben lang nicht in der Lage, 10 Summanden korrekt zu addieren. Ich kann diese Kopien nicht länger bezahlen. Als ich das dem Leiter der operativen Abt. Recht telefonisch vortrug, hat er drei Tage später meine Fax-nr. sperren lassen, damit ich keine weiteren Anträge auf Kostenerstattungen zu inzwischen über 12.000,- € aus 5 1/2 Jahren stellen könne!
Ich hatte mir erlaubt, meine Strafanzeige wegen Körperverletzung in Folge unterlassener Hilfeleistung anzukündigen!

Es gibt inzwischen sich widersprechende ärztl. Gutachten von anderen Ämtern und Behörden.
Eine Sachbearbeiterin beim VBL (Versorgung Bund Länder) erzählte mir privat am Telefon, ich solle einfach weiter Widersprüche einlegen, so habe sie für ihre Mutter Unfallrente erwirkt nach 4 Jahren und inzwischen muss die Unfallkasse den Heimplatz für die Mutter bezahlen.
Da hab ich noch 4 – 6 Jahre vor mir und weiß nicht, ob ich dann noch lebe. Deshalb habe ich bei Gericht Antrag auf Sonderrechtsnachfolger für meine erwachsenen Kinder gestellt, die noch studieren.
Inzwischen hole ich mir Nahrung bei den >Tafeln<, überlebe nur dank der finanziellen Hilfe von Nachbarn, Freunden.
Eine Freundin erklärte mir, wie die AOK in BaWü das so hinbekommt: die Mitarbeiter bekommen jede Menge Vergünstigungen, man nimmt gemeinsam an Familien-Förderprogrammen, Weiterbildungen teil. So haben Mitarbeiter der Krankenkassen kein Problem damit, den Antragsteller abzuweisen. Der Antragsteller, der Versicherte wird als lästig erachtet und “Freitag ab eins macht jeder seins!”, das Gehalt der Dienstleister ist jeden Monat pünktlich auf dem Konto – ob der Versicherte obdachlos verhungert und ohne lebensrettend Medikamente verstirbt, ist doch der Mitarbeiterin der Krankenkasse egal!
Sozialgerichte sind überlastet, da gilt das genauso. Dieser Rechtsstaat funktioniert nicht mehr.
Schade, dass ich in den Gesundheitsberufen im Krankenhaus vor meinem Studium so hart gearbeitet habe, Überstunden machte, auch dadurch meinem Immunsystem schadete, so dass ich mich infizierte, gemäß § 9 SGB VII Anlage 1 Berufskrankheitenverordnung-(BKV)-Nr. 3101 Beweiserleichterung, 3103 und 3104.
Kürzlich schrieb ich einer Sachbearbeiterin der Krankenkasse, dass ich ihr alles Gute wünschen würde, sollte sie mal krank ins Krankenhaus eingeliefert werden, dass es Krankenschwestern geben möge, die ihr beherzt helfen und nicht sagen:”Kollege kommt gleich!” oder “Dafür bin ich nicht zuständig!”.

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